Pfarrkirche St. Martin

Pfarrkirche St. MartinDie Martinskirche musste nach den Schäden des 30-jährigen Krieges von Grund auf neu gebaut werden. Als Baumeister werden genannt Georg Hagen aus München oder Wolf Reiter aus Schliersee oder Kaspar Feichtmayr aus Wessobrunn bzw. Bernried. Die hochbarocke Ausstattung wurde am Ende des 18. Jahrhunderts im damaligen Zeitgeschmack klassizistisch überformt. Der Hochaltar ist ein Wandelaltar im Sinne eines Heiligen Theaters mit auswechselbaren Darstellungen. 1796 malte Franz Seraph Kirzinger aus München ein Altarblatt mit der „Glorie“ des Heiligen Martin für den Hochaltar und ebenfalls die Bilder für die beiden Seitenaltäre: links den so genannten „Heiligen Wandel“, den Jesusknaben inmitten von Maria und Josef auf der Rückkehr aus Ägypten; rechts die Vision des Heiligen Augustinus. Kurz vor der Auflösung des Stiftes lieferte Kirzinger auch die Bilder für die neu errichteten Wandaltäre.
Bemerkenswert sind u.a. der reiche Rokoko-Tabernakel (1763) und vier gemalte Prozessionsfahnen mit Szenen aus dem Leben Mariens mit dazugehörigen Versen, Beispiele einer typischen Auslegung der barocken Volksfrömmigkeit. Vermutlich aus der Vorgängerkirche stammt ein spätgotisches  Flügelretabel mit der Darstellung der sog. Heiligen Sippe, ein hervorragendes Werk einer Münchner Schule. Zu entdecken sind auch die eher versteckten Wappen verschiedener Wittelsbacher, Gründer und Sponsoren von Stift und Kirche. (Friedemann Fichtl, Pfarrer i.R.)

Aktuell besteht ein umfangreicher Sanierungsbedarf im Außen- und Innenbereich des Kirchengebäudes. Im Außenbereich ist im Lauf des Jahres 2015 der Abschluss der Arbeiten zu erwarten. Zur Unterstützung der Innenrenovierung hat sich der gemeinnützige "Förderverein für die Pfarrkirche St. Martin" gegründet, der Spenden sammelt und finanzielle Mittel bereitstellt.

Nähere Informationen zur Behler-Orgel in der Pfarrkirche St. Martin erhalten Sie mit diesem Flyer.